„Rote Rosen“: Richards perfider Plan geht auf – Bella droht alles zu verlieren


Die kalte, sterile Luft des Konferenzraumes schien Bella die Kehle zuzuschnüren. Draußen peitschte der Herbstregen gegen die Fenster, ein Echo des Sturms, der in ihrem Inneren tobte. Gegenüber saß Richard, sein Gesicht ein Meisterwerk der unaufgeregten Arroganz. Er trug einen Maßanzug, der seine tödliche Präzision unterstrich, seine Augen fixierten Bella mit einem triumphierenden Funkeln, das sie bis ins Mark erschütterte. Neben ihm nickte Richards Anwalt, Dr. Voss, mit einer stoischen Miene, die nur die Kaltblütigkeit seines Mandanten widerspiegelte.

Bella stützte sich auf den schweren Eichentisch. Ihre Hände waren feucht, ihre Knie zitterten unter dem eleganten Rock. Sie hatte das Gefühl, als würde ihr geliebtes „Hotel Drei Könige“ in diesem Moment, Raum für Raum, vor ihren Augen einstürzen.

„Wir sind am Ende, Bella“, sagte Richard, seine Stimme war sanft, fast väterlich – eine gefährliche Täuschung. Er schob ein Dokument über den Tisch, die Tinte darauf schien noch kalt zu sein. „Unterschreibe dies, und der Albtraum ist vorbei. Du erhältst eine großzügige Abfindung und kannst mit erhobenem Haupt gehen.“

Bella starrte auf das Papier. Es war der formelle Übertragungsvertrag. Richards perfider Plan war aufgegangen. Er hatte monatelang im Schatten agiert, die Bücher manipuliert, heimlich Schulden angehäuft, das Vertrauen der Investoren untergraben und – am schmerzhaftesten – ihr Vertrauen missbraucht.

„Du hast… du hast die letzte Rate für das Catering-System gefälscht“, keuchte Bella, die Worte schmeckten nach Galle. „Die Bank zieht die Bürgschaft zurück, wenn das nicht sofort korrigiert wird. Und du… du bist der einzige, der jetzt einspringen kann.“

Richard lächelte, ein wolfsartiges Grinsen. „Technisch gesehen, ja. Und da du mir das Hotel zu einem Spottpreis anbietest, bin ich bereit, das zu tun. Sieh es als… Rettungsanker.“

Bellas Anwalt, der bescheidene Herr Krüger, seufzte leise. „Bella, wir haben alles versucht. Die Beweislage ist… kompliziert. Richards Konstrukt ist juristisch ein Meisterwerk der Gemeinheit. Ohne diese Unterschrift ist das Hotel insolvent, und du bist persönlich haftbar für Millionen.“

Der Regen draußen schien heftiger zu werden. Bella sah sich in die Enge getrieben. Der Gedanke, das Erbe ihrer Familie, das Lebenswerk, das sie mit all ihrem Blut, Schweiß und Tränen aufgebaut hatte, an diesen rücksichtslosen Mann zu verlieren, war unerträglich.

Ein Rückblick huschte durch ihren Kopf: Vor sechs Monaten, Richard bot ihr seine „Hilfe“ an, nachdem ihr Finanzchef plötzlich erkrankt war. Seine schmeichelnde Art, sein scheinbares Geschäftsgenie. Sie hatte ihn für einen Freund gehalten, einen Mentor. Jetzt sah sie ihn für das, was er war: ein räuberisches Monster.

Rote Rosen“: Richards perfider Plan geht auf – Bella droht alles zu  verlieren

Sie schloss die Augen und atmete tief durch. Der Geruch von feuchtem Teppich und altem Leder füllte ihre Lungen.

„Und was ist mit Hannes?“, fragte Bella, ihre Stimme bebte, aber die Entschlossenheit kehrte zurück. Hannes, ihr Neffe, ihr Partner in diesem Hotel, der einzige Mensch, der noch hinter ihr stand. Richard hatte ihm eine Position in einem seiner Übersee-Projekte angeboten – eine goldene Kette mit einem eleganten Schloss.

„Hannes wird bestens versorgt sein“, erwiderte Richard kühl. „Er hat schon unterschrieben, Bella. Er sieht das große Ganze. Er weiß, dass das Hotel nur unter meiner Führung überleben wird.“

Das war der letzte Stich. Hannes hatte sie verlassen. Bella drohte alles zu verlieren. Ihr Hotel, ihr Vermögen, ihr Vertrauen und nun auch noch ihre Familie.

Sie nahm den schweren, goldenen Füller in die Hand. Es war derselbe Füller, den ihr Großvater benutzt hatte, um den Kaufvertrag für das Hotel vor 50 Jahren zu unterzeichnen. Das Metall war kalt gegen ihre Haut. Ihre Hand zitterte.

In diesem Moment, als der Stift fast das Papier berührte, riss die Tür des Konferenzraumes auf.

Stoppen Sie!

Eine Gestalt stand im Türrahmen, durchnässt, außer Atem, das Haar in Strähnen im Gesicht klebend. Es war Carla. Carla, die ehemalige Sekretärin von Richard, die seit Wochen verschwunden war.

Richard erstarrte. Die triumphierende Maske zersplitterte. Panik zuckte in seinen Augen.

„Carla? Was zum…“, zischte er.

Carla ignorierte ihn. Sie stürmte zum Tisch, zog einen USB-Stick aus ihrer Manteltasche und warf ihn vor Bellas Anwalt.

„Die originalen Dokumente!“, keuchte sie, ihre Stimme war rau. „Der Beweis! Richard hat die Überweisungen rückgängig gemacht, nachdem ich die Kopien erstellt hatte! Das ist alles da: seine Chats mit Dr. Voss, der genaue Ablauf des Betrugs! Ich habe es in Richards Safe gefunden, bevor ich geflohen bin.“

Bellas Herz setzte einen Schlag aus. Hoffnung, scharf und unerwartet, durchzuckte sie. Sie sah zu Richard. Sein Gesicht war jetzt weiß wie Kreide.

„Das ist… eine Fälschung!“, bellte Richard, sprang auf und stieß seinen Stuhl um.

„Das werden wir sehen, Richard“, sagte Herr Krüger und steckte den USB-Stick in seinen Laptop. Ein dünnes, triumphierendes Lächeln umspielte seine Lippen. „Bella, legen Sie den Stift weg. Der Spieß hat sich gerade umgedreht.“

Die Stille im Raum war jetzt dichter, geladen mit elektrischer Spannung. Draußen beruhigte sich der Regen. Ein neuer Kampf hatte begonnen, und diesmal hatte Bella eine Waffe – die Wahrheit.


Tựa đề tiếp theo: Die Wahrheit kommt ans Licht – Richard in der Falle

Ngôn ngữ: German

Tên phim: Rote Rosen


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