Marisa Burger nennt Gründe für ihr „Rosenheim-Cops“-Aus: „Möchte Miriam Stockl nicht lächerlich machen“

⚠️ ACHTUNG: MASSIVE SPOILER UND EINE ÄRA ENDET! ⚠️

Marisa Burger nennt Gründe für ihr „Rosenheim-Cops“-Aus: Die Furcht vor der Wiederholung und der Wunsch nach einem würdevollen Abtritt von Miriam Stockl!

Ein Satz hat das deutsche Fernsehen über 25 Jahre lang geprägt: „Es gabat a Leich!“ Mit dem nun offiziell bestätigten Ausstieg von Marisa Burger bei den „Rosenheim-Cops“ nach der 25. Staffel verliert das ZDF-Kommissariat nicht nur seine unverzichtbare Kult-Sekretärin Miriam Stockl, sondern die Serie büßt ihr emotionales Zentrum ein. Der Abschied, der bei Kollegen wie Max Müller (Michi Mohr) tränenreiche Szenen auslöste, ist kein spontaner Entschluss, sondern das Ergebnis eines drei Jahre langen, zutiefst persönlichen Prozesses, an dessen Ende eine mutige und ehrenhafte Entscheidung stand.

Die Hauptdarstellerin, die seit der ersten Folge im Jahr 2002 die Fäden am Schreibtisch zog, nennt in Interviews drei zentrale Gründe für ihren radikalen Schnitt, die alle auf eine tiefe Sorge um die Integrität ihrer Figur und ihren eigenen Freigeist abzielen.

Marisa Burger nennt Gründe für ihr "Rosenheim-Cops"-Aus: "Möchte Miriam  Stockl nicht lächerlich machen" - SWYRL, Entertainment-Themen, die dich  begeistern.

1. Die Angst vor der Lächerlichkeit: Die Würde der Miriam Stockl

 

Der entscheidende, emotionale Anker für Marisa Burgers Entscheidung liegt in ihrer tiefen Verantwortung gegenüber der Figur Miriam Stockl. Sie befürchtet, die Rolle nach so langer Zeit nicht mehr glaubhaft verkörpern zu können, ohne sie zu beschädigen:

Wie bleibt man nach so langer Zeit noch ehrlich mit einer Figur? Wie hält man sie lebendig, ohne sich zu wiederholen? Ich möchte Miriam Stockl nicht lächerlich machen. Sie ist durch ihre Art sehr jung und sehr fresh. Kann ich das noch glaubhaft verkörpern? Ich glaube, es ist der richtige Moment, um mich von ihr zu verabschied1en.“

 

Diese Aussage zeugt von einem großen Respekt vor der Rolle. Burger will verhindern, dass die beliebte Sekretärin, die stets mit frischem Elan die Kommissare antreibt, zu einer Karikatur ihrer selbst verkommt. Für sie war es essenziell, einen würdevollen Abtritt hinzulegen, anstatt aus Bequemlichkeit in der Rolle zu verharren.

 

2. Der Wunsch nach Selbstbestimmung und der Freigeist

 

Obwohl die „Rosenheim-Cops“ eine „feste Bank mit einem sehr festen Einkommen“ darstellten, wurde der geregelte und langfristig verplante Alltag am Set zunehmend zu einer Belastung für die Schauspielerin:

„Ich war sehr eingespannt in dem Leben, das ich für die ‚Rosenheim-Cops‘ gelebt habe, was Drehpläne betrifft, was meine Freizeit betrifft, was andere Projekte betrifft. Das war schon auch sehr einengend.“

Burger, die sich selbst als „Freigeist“ beschreibt, verspürte nach zwei Jahrzehnten den dringenden Wunsch, wieder selbstständig ihre Tage zu planen und sich aus der festen Struktur zu befreien. Der Ausstieg ist somit auch eine Flucht in die kreative Freiheit und die Möglichkeit, neue Ufer in der Schauspielerei zu erkunden, solange sie noch die „Kraft dazu“ hat.

 

3. Kritik an den Arbeitsbedingungen und der Wertschätzung

 

Neben den künstlerischen und persönlichen Gründen spielte auch ein gewisser Frust über die branchenüblichen Gegebenheiten eine Rolle. Marisa Burger kritisierte in Interviews die mangelnde Wertschätzung seitens des Senders (ZDF) – eine Reaktion auf ihren Abschied blieb aus – und die Tatsache, dass es trotz des großen Erfolgs der Serie de facto zu Gagenkürzungen kam, da etwa kein Inflationsausgleich berücksichtigt wurde. Auch wenn dies nicht der primäre Grund war, trug es zur Entscheidung bei, dass die Schauspielerin ihre „Komfortzone verlassen“ musste.

Trotz der Wehmut ist Marisa Burger mit ihrer Entscheidung im Reinen. Sie blickt „mit Respekt und großer Dankbarkeit“ zurück und freut sich auf ihre neuen Projekte, darunter einen Kulturpodcast mit ihrer engen Freundin und Kollegin Solveig Duda. Die Ära „Es gabat a Leich“ am Schreibtisch von Miriam Stockl endet – aber mit einem stilvollen, selbstbestimmten Knall, ganz nach dem Geschmack der taffen Miriam Stockl selbst.


Möchten Sie wissen, wer Marisa Burgers Nachfolgerin im Kommissariat wird, oder wie sich die „Rosenheim-Cops“-Kollegen vom Kult-Urgestein verabschiedet haben?