Marisa Burger fehlt bei „Die Rosenheim-Cops“: Das steckt dahinter
In der vertrauten Welt des Kommissariats in Rosenheim herrscht Unruhe, und das liegt nicht an einem besonders kniffligen Mordfall, sondern an einem leeren Schreibtisch. Die Fans der „Rosenheim-Cops“ sind in Sorge: Marisa Burger, die als Miriam Stockl das unangefochtene Herz der Serie verkörpert, fehlt in den aktuellen Episoden. Ohne ihr legendäres „Es gabat a Leich!“ fühlt sich der Dienstalltag im Chiemgau seltsam verwaist an. Doch was steckt wirklich hinter dem Verschwinden der beliebten Sekretärin, die seit der ersten Stunde zur absoluten Stammbesetzung gehört?

Die Gerüchteküche in den sozialen Netzwerken brodelte sofort: Droht etwa ein endgültiger Ausstieg? Die Antwort ist ebenso beruhigend wie nachvollziehbar. Hinter der Abwesenheit von Marisa Burger steckt kein dramatischer Bruch mit der Produktion, sondern schlichtweg das wahre Leben. Nach Jahren des unermüdlichen Einsatzes vor der Kamera hat sich die Schauspielerin eine wohlverdiente Auszeit gegönnt. Drehpläne für eine Serie, die fast das ganze Jahr über produziert wird, sind extrem fordernd, und Burger nutzte die Drehpause ihrer Figur für private Projekte und zur Regeneration.
Ein weiterer Grund für ihr Fehlen liegt in der Veröffentlichung ihres ersten Buches. Marisa Burger hat ihre Autobiografie „Vergiss nie, wie dein Herz am Anfang sprang“ geschrieben, in der sie tiefe Einblicke in ihr Leben und ihre Karriere gewährt. Die Lesereisen und Pressetermine rund um dieses Herzensprojekt erforderten Zeit, die sie nicht gleichzeitig am Set in Rosenheim verbringen konnte. Für die Schauspielerin war es ein wichtiger Schritt, sich abseits der Rolle der Frau Stockl als eigenständige Künstlerin und Autorin zu präsentieren, was von der Produktion unterstützt wurde.
Innerhalb der Handlung von „Die Rosenheim-Cops“ wird ihr Fehlen meist elegant gelöst: Frau Stockl weilt im Urlaub oder ist auf einer Fortbildung. Währenddessen müssen die Kommissare und das Team im Vorzimmer lernen, wie mühsam der Alltag ohne ihre perfekte Organisation und ihren unvergleichlichen Klatsch ist. Diese Episoden ohne Burger dienen auch dazu, den Zuschauern vor Augen zu führen, wie essenziell ihre Figur für die Dynamik der Serie eigentlich ist. Das Fehlen von Marisa Burger erzeugt eine emotionale Lücke, die das Publikum schmerzlich spüren lässt, dass sie das Bindeglied zwischen bayerischem Grant und polizeilicher Präzision ist.
Die gute Nachricht für alle Fans ist jedoch gewiss: Marisa Burger kehrt zurück. Die Dreharbeiten zur neuen Staffel laufen bereits wieder mit ihr, und sie wird schon bald wieder mit ihrem unverwechselbaren Charme und ihrer messerscharfen Intuition durch die Flure des Reviers wirbeln. Ihr kurzes Fernbleiben war lediglich ein kurzes Luftholen einer Schauspielerin, die ihre Rolle liebt, aber auch Raum für ihre persönliche Weiterentwicklung braucht.
In der Zwischenzeit wird deutlich, dass „Die Rosenheim-Cops“ ohne ihre „Stockl“ zwar funktionieren, aber an Glanz verlieren. Die Produzenten wissen um den unschätzbaren Wert von Marisa Burger, und ihr temporäres Fehlen hat die Wertschätzung für ihre Arbeit nur noch gesteigert. Wenn sie demnächst wieder zum Telefon greift, um eine neue Leiche anzukündigen, wird die Erleichterung in den Wohnzimmern der Zuschauer groß sein.
Es war also kein Abschied für immer, sondern nur ein kurzes „Auf Wiederschauen“. Marisa Burger ist und bleibt die Seele von Rosenheim, und ihr kurzer Ausflug in die Welt der Literatur hat ihr sichtlich gutgetan. Die Fans können aufatmen: Das Telefon im Vorzimmer wird nicht mehr lange verwaist bleiben, und das nächste „Es gabat a Leich!“ wird süßer klingen als je zuvor.