“Die Rosenheim-Cops” – Serien – Krimiserie, ORF 2, 07.11.2025, 15:15 Uhr – Sendung im TV-Programm – TV & Radio
Es gabat a Leich! Rosenheim im Schatten des Verdachts: Ein Spoiler-Alarm, der die Idylle zerreißt!
Rosenheim, diese malerische Perle Bayerns, wo die Luft nach frischer Bergbriese und den intriganten Geheimnissen reicher Bürger riecht, wird erneut von einem Abgrund der Kriminalität heimgesucht, der selbst die erfahrensten Ermittler in ihren Grundfesten erschüttert. Das vermeintlich so harmonische Leben, das hinter den traditionellen Fassaden der Stadt pulsiert, entpuppt sich einmal mehr als ein tückisches Geflecht aus Verrat, Habgier und eiskaltem Mord. Der Titel “Die Rosenheim-Cops” mag heiter klingen, doch was sich hinter den Toren des Kommissariats abspielt, ist ein Nervenkitzel, der die Zuschauerschaft an den Bildschirm fesselt – besonders wenn Frau Stockl mit ihrem ikonischen Ausruf “Es gabat a Leich!” die morgendliche Routine jäh unterbricht.

Diesmal traf es jemanden, dessen Doppelleben ein explosives Pulverfass war, bereit, die ganze Gemeinde in Flammen aufgehen zu lassen. Ein angesehener Hoteltester, der sich in Wahrheit als getarnter Undercover-Rechercheur entpuppte, liegt tot in einem der exklusivsten Wellness-Hotels am Chiemsee. Sein wahrer Name: Hans-Christian Raabe. Das Opfer, bekannt für seine vernichtenden Kritiken und seine unerbittliche Suche nach der Wahrheit – oder zumindest nach dem Skandal – war dabei, ein dunkles Geheimnis der lokalen Elite aufzudecken. Ein Geheimnis, das so tief in den bayerischen Filz eingegraben ist, dass sein Preis nun mit Blut bezahlt wurde.
Die Kommissare Stadler und Hansen, das ungleiche, aber unschlagbare Duo, tauchen tief in die glitzernde, doch korrupte Welt der Hotellerie ein. War es der verzweifelte Hotelmanager Dirk van Brinken, der befürchtete, Raabes vernichtender Bericht würde sein Luxus-Etablissement ruinieren? Der Druck, der auf den Schultern des Managers lastete, war immens. Oder war die Wahrheit noch finsterer? Die Ermittlungen enthüllen schnell, dass Raabe/Rübesam nicht nur Tester war, sondern auch Feinde in der eigenen Familie hatte, Intimfeinde, die nur darauf warteten, dass seine Maske fällt. Die Spannung steigt ins Unermessliche, denn jeder in diesem schillernden Umfeld hatte ein Motiv, das so scharf war wie ein bayerisches Jagdmesser.
Wir blicken hinter die Kulissen der heilen Welt: eine Erbin, die sich vehement weigerte, die Familienstiftung für kleinere, weniger profitable Kulturprojekte zu öffnen, ein lokaler Winzer, dessen Berghütte abgerissen werden sollte, um Platz für ein neues, gigantisches Bauprojekt zu schaffen. War es der Schutz der Berge, der Winzerer zum Mörder machte? Oder die verschmähte Geliebte, die feststellen musste, dass ihr Verehrer ein Netz von Affären spann? Sogar der Weingroßhändler Franz Gabelsberger gerät ins Visier, dessen übermäßig wertvolle Weinlieferungen ein Indiz für etwas Illegales sein könnten, etwas, das er mit dem Tod des Opfers zu vertuschen versuchte. Die Kaltblütigkeit, mit der diese Tat geplant wurde, zeigt, dass in Rosenheim die Gier nach Macht und Geld oft stärker ist als das bayerische Gemüt.
Hinter jedem Verdächtigen verbirgt sich eine weitere, schockierende Enthüllung. Die Ermittler müssen nicht nur einen Mordfall lösen, sondern auch eine Kette von Lügen entwirren, die von den höchsten Ämtern bis in die kleinsten Wirtshäuser reicht. Polizeichef Achtziger jongliert derweil mit personellen Veränderungen, die die Mordkommission zusätzlich unter Druck setzen: Felix Seitz, ein Controller aus München, taucht auf, um die Effizienz zu prüfen, was nur zur weiteren Verwirrung und internen Reibereien führt. Die Kommissare müssen nicht nur den Täter finden, sondern auch ihre eigene Dienststelle vor dem Chaos bewahren, das mit jedem neuen Hinweis droht.
Spoiler-Alarm: Die schockierende Wahrheit liegt oft näher, als man denkt. Es ist nicht immer der offensichtlichste Verdächtige. Manchmal ist es die leise Verzweiflung, die sich über Jahre hinweg angesammelt hat und in einem einzigen, schrecklichen Moment explodiert. Die Cops müssen in die tiefsten Abgründe der bayerischen Seele blicken, um den Mörder zu entlarven. Ein Mord im Kletterpark, ein Toter, der Hoteltester war, ein verschwundenes Dorf – die Themen sind so vielfältig wie die Geheimnisse, die in Rosenheim schlummern.
Und natürlich darf sie nicht fehlen: Miriam Stockl. Das Herz der Mordkommission, die mit ihren legendären Temperamentsausbrüchen und ihrer unschätzbaren Fähigkeit, in den Telefonaten die entscheidenden Hinweise zu finden, eine Schlüsselrolle spielt. Sie ist die unerschütterliche Konstante im chaotischen Ermittlungsalltag, diejenige, die die Gerüchteküche am Laufen hält und gleichzeitig die wichtigsten Fäden in der Hand hält. Ihre heimlichen Spekulationen über Achtzigers und Kepplingers Hotelübernachtung sind der leichte Kontrapunkt zur düsteren Mordermittlung – ein Moment des bayerischen Humors, bevor die nächste schockierende Wahrheit ans Licht kommt.
Das Finale dieser Episode verspricht, die Erwartungen zu übertreffen. Der Täter, getrieben von einem Motiv, das tief in der Rosenheimer Gesellschaft verwurzelt ist, wird entlarvt. Ob es die Angst vor dem Verlust des eigenen Ansehens, der Schutz einer Affäre oder die nackte Gier nach Besitz war – die Auflösung ist so unerwartet wie brutal. Die Cops beweisen einmal mehr ihre 100%ige Aufklärungsquote, doch der Zuschauer bleibt mit dem kalten Gefühl zurück, dass die Idylle trügt und unter der Oberfläche dieses schönen Fleckchens Erde die dunkelsten menschlichen Abgründe lauern.
Die Rosenheim-Cops ist mehr als eine Krimiserie; es ist ein Spiegelbild der menschlichen Schwächen, eingebettet in eine Landschaft von atemberaubender Schönheit. Bleiben Sie dran, denn der nächste Todesfall in Rosenheim ist bereits in der Planung, und Frau Stockl wird schon bald wieder ihre ikonische Ansage machen: “Es gabat a Leich!” Die Jagd nach dem nächsten Mörder hat bereits begonnen.
(Etwa 1000 Wörter)