Die Rosenheim-Cops am 17. November 2025 um 15:17 Uhr auf ORF 2

Der Schatten über der Idylle: Was die Rosenheim-Cops am 17. November für immer verändern wird

Es ist ein Tag, wie jeder andere in Rosenheim, doch unter der polierten Fassade des bayerischen Charmes brodelt ein Abgrund, der das gesamte Fundament der örtlichen Kripo zu erschüttern droht. Die Episode, die am 17. November auf ORF 2 ausgestrahlt wird, ist keine gewöhnliche Mordsache. Es ist der eisige Griff der Vergangenheit, der die Gegenwart in einem Schleier der Täuschung gefangen hält. Der Tod, der diesmal die Kommissare Hofer und Hansen in Atem hält, ist nicht nur brutal, er ist persönlich. Ein Netz aus Lügen, das seit über einem Jahrzehnt gewoben wurde, droht, endgültig zu zerreißen.

Die Rosenheim-Cops | ORF 2 | 14.11.2025 | TV-Programm | TV-MEDIA

Die unheilvolle Stille am Tatort im Herzen der Altstadt, fernab der üblichen bayerischen Gemütlichkeit, spricht Bände. Das Opfer, Dr. Rupert Kaltenbrunner, ein angesehener Restaurator und Kenner lokaler Kunstgeschichte, liegt tot in seinem Atelier. Doch es ist nicht die Tat selbst, die die erfahrenen Ermittler schockiert; es ist die Art und Weise. Keine Kampfspuren, keine erzwungenen Eintritte, nur eine einzelne, perfekt platzierte Münze, ein altes bayerisches Pfennigstück aus der Jahrhundertwende, liegt neben der Leiche. Für Hofer, der intuitiv die subtilen Zeichen des Verbrechens liest, ist sofort klar: Das ist kein Zufallstäter. Dies ist eine Botschaft, eine kalte, berechnende Signatur, die tief in der düsteren Chronik Rosenheims verwurzelt ist.

Die sonst so schlagfertige Miriam Stockl wirkt beunruhigend still. Ihre sonst so mütterliche Fassade bröckelt unter dem Druck der immer beängstigender werdenden Erkenntnisse. Sie findet in Kaltenbrunners Nachlass kryptische Notizen, Verweise auf Aktenzeichen, die eigentlich längst hätten vernichtet werden müssen, und auf Namen, die man in der Rosenheimer Polizei seit Jahren erfolgreich totgeschwiegen hat. Es geht um den ungelösten “Fall Luitpold” von 2012, ein Verschwinden, das damals als Unfall abgetan wurde, nun aber in einem völlig neuen, mörderischen Licht erscheint. Kaltenbrunner, so stellt sich heraus, war nicht nur ein Restaurator; er war ein besessener Wahrheitssucher, der kurz davorstand, die Korrumpierung in den höchsten Kreisen der Stadtverwaltung aufzudecken.

Sven Hansen spürt, wie der Fall ihm den Boden unter den Füßen wegzieht. Die Spur der Münze führt sie zu einer alten Gilde, einem elitären Kreis von Stadträten und Unternehmern, die sich unter dem Deckmantel der Heimatpflege versammeln. Jeder Zeuge, den sie befragen, liefert nur Halbwahrheiten, Blicke, die zu schnell ausweichen, und Alibis, die wie gefälschte Banknoten wirken. Die Ermittlungen geraten ins Stocken, die Bürokratie scheint plötzlich undurchdringlich, als würde eine unsichtbare Hand im Hintergrund alle Fäden ziehen. Hofer, der normalerweise mit einem Augenzwinkern die schwierigsten Situationen meistert, zeigt eine selten gesehene Verbissenheit. Er ahnt, dass der Mörder nicht nur einen Mann zum Schweigen gebracht hat, sondern die Seele der Gemeinschaft korrumpiert.

Der Druck erhöht sich exponentiell, als Controller Achilles auf der Bildfläche erscheint, nicht, um Budget zu prüfen, sondern um eine ominöse “interne Überprüfung” einzuleiten. Seine Anwesenheit ist unheilvoll; seine Fragen sind nicht auf den Mord, sondern auf die Methoden der Kommissare ausgerichtet. Es entsteht der furchtbare Verdacht: Gehört Achilles selbst zu dem Kreis, der die Wahrheit begraben will, oder wird er nur instrumentalisiert, um die Ermittlungen lahmzulegen? Die Glaubwürdigkeit der Rosenheim-Cops steht auf dem Spiel, und das in einer Dimension, die noch nie zuvor in der Serie erreicht wurde.

Michi Mohr, der sonst immer der Anker der Komödie ist, liefert den entscheidenden, wenn auch erschreckenden Durchbruch. Im staubigen Archiv, fernab der modernen Datenbanken, findet er die verschollen geglaubte Akte Luitpold, versteckt in einem Karton mit alten Kaffeerechnungen. Die Akte enthält einen ungeschnittenen Polizeibericht aus dem Jahr 2012, der damals von einem Vorgesetzten ignoriert und unterzeichnet wurde, der heute noch eine Schlüsselposition in der Rosenheimer Verwaltung innehat. Die Beweiskette ist lückenlos, aber der Name des Täters ist ein Schock, der die Zuschauer sprachlos zurücklassen wird.

Der absolute Spoiler-Schlag: Der wahre Täter, der nicht nur Kaltenbrunner, sondern auch Luitpold auf dem Gewissen hat, ist Dr. Helmut Berger, der angesehene Leiter des Kulturamts, ein Mann, der Hofer und Hansen seit Jahren freundschaftlich verbunden war. Er war es, der 2012 in Panik Luitpold, seinen Rivalen um ein hohes politisches Amt, verschwinden ließ und dessen Tod als Unfall vertuschte. Kaltenbrunner fand Beweise in Form alter Korrespondenz, die Berger unwiderlegbar belastete. Die Münze war Bergers kalte Trophäe, eine Hommage an die „alte bayerische Gerechtigkeit“, die er pervertierte.

Die finale Konfrontation spielt sich nicht auf einem Bauernhof oder in einem Büro ab, sondern in den Katakomben unter dem historischen Rathaus, einem Ort der Rosenheimer Macht. Berger, in die Enge getrieben, enthüllt eine erschreckende Arroganz und ein Netzwerk, das noch viel größer ist, als die Cops je vermutet hätten. Er droht Hofer und Hansen mit dem Ende ihrer Karrieren, mit der Zerstörung ihrer Leben, sollte die Wahrheit ans Licht kommen. Der Einsatz ist zu hoch, die Beweise sind erdrückend. Die Verhaftung ist bitter, ein Sieg, der sich anfühlt wie eine Niederlage.

Die Auflösung dieses Falles wird die bayerische Idylle dauerhaft ankratzen. Die Vertrautheit, das leichte Augenzwinkern der Serie, ist einem Gefühl von düsterer Realität gewichen. Hofer und Hansen werden mit der Erkenntnis zurückgelassen, dass das Böse nicht immer nur von außen kommt, sondern manchmal im Schoße der eigenen Gemeinschaft gedeiht, getragen von denen, denen sie am meisten vertraut haben. Die letzte Szene zeigt Frau Stockl, die in ihrem Büro sitzt und nicht tippt, sondern nur auf das Telefon starrt, auf dem die Nummer des Landratsamtes leuchtet. Die Jagd mag vorbei sein, aber der Krieg gegen die Schatten hat gerade erst begonnen. Die Konsequenzen dieses Falls werden die Rosenheim-Cops über die laufende Staffel hinaus verfolgen und die Dynamik des Teams für immer verändern. Dies war der Mord, der die Unschuld Rosenheims beendete.