“Die Rosenheim-Cops” – Serien – Krimiserie, ZDF, 06.11.2025, 16:10 Uhr – Sendung im TV-Programm – TV & Radio
Die Sonne des oberbayerischen Spätherbstes schien trügerisch warm auf die blutleere Gestalt, die zusammengesackt neben einem glänzenden Rennrad im Graben lag. Toni Horn, ein aufstrebender Star des Radsportklubs „RSC Brunnenthal“, hatte sein letztes Rennen beendet. Nicht auf der Zielgeraden, sondern auf einer einsamen Landstraße, sein Kopf ruhte unnatürlich verdreht auf dem feuchten Gras.
Kommissar Anton Stadler kniete mit der ungelenken Sorgfalt eines Mannes, der lieber in der Kantine als am Tatort wäre, neben dem Toten. Er schob seinen Hut in den Nacken. „Ja, mei. Radlfahren ist halt a Gschäft mit Risiken und Nebenwirkungen“, brummte er und musterte das zersplitterte Karbonrad.

Sein Kollege, Kommissar Sven Hansen, schnippte mit den Fingern auf eine weiße Lackspur am Rahmen des Rennrads. „Das war kein Unfall, Stadler. Weiße Lackspuren. Jemand hat ihn von der Straße gedrängt. Eindeutiger Mord.“
Stadler seufzte dramatisch. „Morden wegen am Radl? Sapperlot. Bei uns im Voralpenland sind die Leut‘ halt… leidenschaftlich.“
Amtsarzt Dr. Sabine Eckstein untersuchte Tonis Hals. „Todesursache ist ein Genickbruch, ausgelöst durch den Aufprall, aber… Moment mal.“ Sie zog einen winzigen, metallisch glänzenden Gegenstand aus der Kleidung des Opfers. „Ein kleines, eingraviertes Medaillon. Sieht nach einem Pokal-Anhänger aus. Und… Toni hat eine frische, fast verheilte Stichwunde am Unterarm. Ein älterer Kampf?“
Die Ermittlungen führten die Cops zum Vereinsheim des RSC Brunnenthal, einem Ort, der unter einer Fassade von strahlendem Teamgeist eine Atmosphäre von geheimem Groll und verbissenem Neid verbarg.
Richard Wageneder, der Cheftrainer, empfing sie mit der glatten Nervosität eines Mannes, der wusste, dass seine Fassade Risse bekam. Er war Tonis Mentor – und sein größter Konkurrent im Kampf um die Fördergelder.
„Toni war mein Bester! Mein Zugpferd! Wer sollte ihm was wollen?“, behauptete Wageneder, während seine Augen unruhig durch den Raum huschten.
Hansen zeigte auf ein Pokal-Medaillon in einer Vitrine – exakt wie das, das Dr. Eckstein gefunden hatte. Wageneder wurde blass. „Ach, das… das ist der Brunnenthal-Pokal. Den gewinnt man nur einmal. Toni wollte ihn unbedingt noch einmal holen.“
In der Zwischenzeit im Kommissariat herrschte das übliche kontrollierte Chaos. Sekretärin Miriam Stockl jonglierte am Telefon mit Hotelbuchungen.
„Herr Dr. Lauser-König vom Innenministerium ist persönlich in Rosenheim. Wegen des Sommerkonzerts. Und alle Zimmer sind weg! Ach, dieser Stress!“, jammerte sie in ihren Hörer. Sie musste improvisieren und quartierte den Tubisten Manuel Gaigg notgedrungen auf Marie Hofers Hof ein.
Auf dem Hof herrschte bald akustische Not. Manuel Gaigg übte mit brachialer Ausdauer seine Tuba-Soli. Die dicken, dröhnenden Töne zerrten so sehr an den Nerven von Marie und Stadlers Kollege Christian Lind, dass Lind einen verzweifelten Plan fasste. Er tauschte heimlich das Mundstück der Tuba aus, um eine falsche, quietschende Note zu erzeugen, die Manuel zur Ruhe zwingen sollte.
Zurück beim Fall: Die Cops befragten Andrea Laimer, eine Rivalin von Toni Horn, die mit bitterer Enttäuschung auf seine plötzlichen Erfolge reagierte. „Er hat mir den Startplatz geklaut! Mit unsauberen Mitteln!“
Als Dr. Eckstein die Cops anrief, überschlugen sich die Ereignisse. „Das Medaillon… die gravierte Jahreszahl ist falsch. Es stammt aus dem Jahr, als Wageneder selbst den Pokal gewann. Und der Stich am Arm… das ist keine alte Wunde. Es ist eine frische Injektionsspur! Toni wurde gedopt! Und er hatte jemandem damit gedroht!“
Stadler und Hansen konfrontierten Wageneder erneut. Wageneder brach unter dem Druck zusammen. „Ja! Ich habe ihn von der Straße abgedrängt! Er wusste, dass ich ihm verbotene Substanzen gegeben habe! Er wollte mich verraten und den Verein ruinieren! Er hat gedroht, das Medaillon als Beweis zu präsentieren. Es war Notwehr…“
Der Fall war gelöst, der perfide Plan des Trainers aufgedeckt. Im Kommissariat sorgte jedoch die Tuba-Affäre für den Schlussakkord. Lind musste Stockl gestehen, was er getan hatte. Manuel Gaigg beschwerte sich bei einem inzwischen genervten Dr. Lauser-König über die „akustische Sabotage“, was Chef Achtziger in die Bredouille brachte. Das Verwirrspiel endete mit einem genervten „Es gabat a Leich!“ von Stockl, die den ganzen Tumult am liebsten mit einer weiteren Kaffeepause beendet hätte.
Tựa đề tiếp theo: Auf Kommando tot
Ngôn ngữ: German
Tên phim: Die Rosenheim-Cops
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